On the Road

Wir haben jetzt genug vom schlechten Wetter im Fiordland und machen uns auf den Weg nach Wanaka, wieder etwas nördlicher. So auf der Straße hat man hier allerlei Begegnungen. Zunächst die Guten:

Schafe mit Schäfer

Der spricht uns gleich mal auf Deutsch an, weil er aus Südafrika ist und eine deutsche Mutter hat und jetzt hier bei seinem Onkel Schafe hütet.

Oder auch fancy Autos.

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Öfter mal Oldtimer, bevorzugt alte Ford.

Wir haben einen Hitchhiker mitgenommen, der war aus Saarbrücken und schon drei Jahre unterwegs. Neuseeländer trifft man eher selten. Der einzige war ein Polizist, der mir in einem unheimlich nuscheligen Englisch weismachen wollte, das ich 25 kmh zu schnell gefahren bin. Wo das gar nicht sein kann, weil ich bin genauso schnell gefahren wie die ganzen Einheimischen aussenrum und ein Schild hab ich auch nicht gesehen, weil Schilder auf der LINKEN Straßenseite für mich überhaupt keine Bedeutung haben, mannnn. Aber Neuseeländer sind sowas von stur!! Hat 170 nz gekostet, gab auch keinen ‚ich bin doch die alte Mutti‘ Rabatt. Und dann trifft man hier noch Sandfliegen, die sind total überflüssig.

LakeWanaka

PS: Ich würde mich sehr über Likes oder Kommentare freuen, damit ich weiß dass ich mich hier nicht umsonst mühe. Wie läuft’s zu Hause?

Fifty Shades of Grey

Was macht man am besten bei Regen? Na, man bucht die wichtigste Tour des Urlaubs, den Milfordsound. What a shit. Wir sind mit den örtlichen Wettervorhersagen einfach überfordert. Bei uns ist das Wetter in Nürnberg das selbe wie in Neumarkt. Hier nicht. Das haben wir jetzt gelernt. 100 km weiter ist alles ganz anders. Also Augen zu und durch (oder doch lieber auflassen). Am Ende wurden wir durch ganz viele Delphine belohnt.

Anfahrt auf der Milford Road
Baumfarne
Fifty Shades of Grey

Neuseeländische Shapeware

Gestern hatten wir einen Rafting Trip gebucht, Nachmittags. Es regnete in Strömen. Vorsichtshalber haben wir dann mal nachgefragt, ob es stattfindet. Ja, klar, war die Antwort. Ist halt richtig viel Wasser, da kann es schonmal sein das ein Boot umfällt. Prima. Also auf zum Einkleiden. Der Typ drückt mir einen Neopren in die Hand. Ich schau ihn zweifelnd an. Er nickt aufmunternd. Also versuch ich mich reinzuquetschen. Das ist wares Bodystyling. Da siehst du keine Speckrolle mehr, dafür kann man sich kaum noch bewegen und der ganze Überfluss an Körperfuelle quillt gefühlt am Hals oben raus. In die Jacke kam ich dann bloß bis zum Ellenbogen rein. Das brachte ihn dann doch zum Nachdenken und er gestand mir eine Nummer größer zu. Oben drauf noch eine Schwimmweste, die sich wie ein exogenes Skelett anfühlt. So ausgestattet watschelte ich zum Bus. Hatte vermutlich Ähnlichkeit mit kleinen Kindern im Schneeanzug. Die Fahrt zum Canyon war abenteuerlich. Auf so einer Straße würde ich bestenfalls Fahrradfahren, aber die Landschaft war sogar bei Regen unglaublich. Das Rafting war nass von allen Seiten, aber am Ende kam doch noch die Sonne raus. War irgendwie schade, den Neopren wieder auszuziehen, weil danach alles wieder in die ursprüngliche Form zurückkehrt. Leider haben wir davon keine Bilder. Am Abend gab’s zur Belohnung dann Lachs, den wir auf einer Lachsfarm erstanden hatten. Sehr lecker.

Mhh
Blick von Queenstown über den See

Warum sich Flipflops nicht zum Wandern eignen

Ist doch immer das selbe mit der Jugend, zu faul sich Schuhe anzuziehen, also wird mit Flipflops gewandert. Halt bloß blöd, wenn der Weg dann steil, rutschig und steinig ist. Ich hab nix gesagt (und das war echt schwer). Den Berg rauf ging ja noch, aber runter eben nicht. Am Ende sind sie barfuß gelaufen und wissen jetzt hoffentlich warum sich Flipflops nicht zum Wandern eignen.

Da sind die Flipflops noch dran
Weg Richtung Queenstown

Tour zum Fuß des Mount Cook

Nachdem das Jetlag schön langsam abflaut, haben wir uns heute die erste etwas größere Wanderung vorgenommen. Schon die Anfahrt am Lake Pukaki entlang war grandios. Türkis blaues Wasser und in der Ferne der höchste Berg Neuseelands. Das Wetter war auch gnädig, Sonne bei 24 bis 27 Grad. Fast schon zu heiß. Die Landschaft irgendwie surreal. Am Fusse des Mount Cook wandert man dann noch 1,5 Stunden bis zum Gletschersee. Der Gletscher ist im Sommer eher eine Geröllwueste, aber im See schwimmen Eisberge!! Mit dem Eis haben wir uns dann gegenseitig abgekühlt (manchmal nicht so freiwillig).

Lake Pukaki

Weg zu Mount Cook

Blick zurück zum Lake Pukaki

Bis bald

Angekommen

Jaa, geschafft. Nach 36 Stunden hab ich neuseeländischen Boden betreten. Erste Station Christchurch. Die erste Zeit geht mit Organisation drauf. Camper abholen und die Mitreisenden einsammeln, einkaufen. Am Nachmittag wird das Wetter besser und wir machen einen kleinen Ausflug auf einen Aussichtspunkt.

In zwei Tagen geht’s los

Heute war mein letzter Arbeitstag. In zwei Tagen geht mein Flug nach Neuseeland. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich nichts geplant hab und bestimmt irgendwas schief geht. So ist das immer vor einer Reise, aber so lange und so weit bin ich noch nie verreist. Heutiger Chat mit Sylvie: Sie: Bist du aufgeregt? Ich: Jaaaaa Sie: Ich auch. Wie jetzt? Warum ist sie denn aufgeregt, sie fährt doch gar nicht mit. Reicht doch wenn ich schon ganz konfus bin.