Queen Charlotte Track

Manche Sachen hier sind so schön, da kann man gar nichts dazu schreiben. Seht selber.

Das war ein megaschoener Tag. Entspannt 4 Stunden gewandert und in der Bucht noch 2 Stunden gechillt.

Am Abend haben wir uns die hiesige Spezialität green lip mussels gekocht.

green lip mussels

PS: Das Bett steht noch.

Malbourough Sound

Nein, hier ist nicht alles mit Zigarettenqualm vernebelt. Höchstens der Himmel, der sich mal wieder grau präsentiert.

Malbourough Sound

Die Jugend schaut immer so unwillig in die Kamera, das man Bilder mit ihnen einfach nicht verwenden kann.

Wir waren ein bisschen wandern.

Davis Bay

Und noch ein bisschen Bummeln in Picton.

Picton Harbour

Heute früh waren wir mal wieder voll entspannt um 10 noch nicht aus dem Campingplatz raus. Das hat den Besitzer dazu gebracht mir eine Einweisung in neuseeländisches Zeitmanagement zu geben. Um 6 aufstehen, um sieben unterwegs sein, um drei am nächsten Campingplatz, um fünf Essen und um halb 10 ins Bett. Uff. Da sind wir noch weit entfernt. Aber jetzt verstehe ich, warum es keine Kneipen gibt und wenn, dann sind sie Nachmittags voll und abends leer. Restaurants gibt es auch wenige, eher Cafés. So mit Nightlife ist gar nichts geboten. Wir wollten um 10 einen Cocktail, den haetten wir spätestens um neun bestellen müssen. Naja es geht auch mal 4 Wochen ohne.

Screwdriver heißt Schraubenzieher

Jetzt weiß ich wieder warum man einfach immer sein Werkzeug dabeihaben soll. Heute Nacht ist meine Bettkonstruktion zusammengebrochen. Beim Schlafen war es schon irgendwie ein bisschen schief, aber ich war so müde und hab einfach weitergeschlafen. Beim rauskrabbeln heute früh machte es rums und das Teil glich mehr einer Achterbahn als einem Bett. Alles Bemühen es mit Tape zu reparieren war zwecklos. Ohne Werkzeug ging nichts. Also auf zum Baumarkt. Gleich dem ersten Angestellten hab ich mein Leid geklagt, der hat uns an den nächsten verwiesen und diesen Typen hat wirklich der Himmel geschickt. ‚Don‘ t look so worried mam, I will fix it‘, hat er gesagt und das ganze Ding wieder zusammengeschraubt. Wir mussten nur die Schrauben bezahlen. Jetzt bin ich mit der neuseeländischen Bevölkerung wieder versöhnt.

Mittag in der Cable Bay bei Nelson
Klohaeuschen

Mit die beste Erfindung hier sind die Klohaeuschen. Sie stehen einfach überall, auch mitten in der Pampa. Immer sauber und mit Klopapier und das witzigste ist die windangetriebene Selbstbelueftung auf dem Dach.

Pelorus River

Hier haben wir nachmittags gebadet, bei 28 Grad.

Jetzt geh ich ins Bett, hoffentlich hält es.

Nachtrag

Karibik-Feeling Teil 1

Sooo blau

Wir waren heute ein bisschen Kajak fahren, was uns zu verschiedenen Buchten des Abel Tasman Nationalpark geführt hat. Ein Traum.

Und mit wem war ich im Kajak? Mit einem Ami Namens Michael, der schon zwei Jahre bei Siemens Erlangen Healthcare gearbeitet hat. Man wird diese Firma einfach nicht los, selbst wenn man sich in den am weitesten entfernten Erdteil verzieht, den es gibt.

Wir sind noch einen Tag hier, dann folgt Teil 2.

Ortswechsel

Heute hatten wir endgültig die Schnauze voll. Am Morgen Nieselregen bei einer Sichtweite von 20 m. Also haben wir eingepackt und sind in den Abel Tasman Nationalpark gefahren. Hier ist Sonnenschein, es hat 30 Grad. Wir waren im Meer schwimmen und sitzen jetzt um 22 Uhr noch im T-Shirt draußen. So stell ich mir Urlaub vor.

Nachdem unterwegs nichts besonderes passiert ist, wollte ich euch ein bisschen was vom Neuseeländischen Straßenverkehr erzählen. Es gibt hier keine Autobahnen, nur Landstraßen. Die sind meist angenehm breit und man darf 100 kmh drauf fahren. Theoretisch kann man also mit 100 kmh um jede Kurve brettern, wenn du rausfliegst, bist du selber schuld. Brücken sind meist einspurig, was eine abrupte Unterbrechung der 100 kmh Strecke bedeutet. Ab und an kommt eine ’slow vehicle bay‘ und wenn du ein Auto hinter dir hast, dann bist DU das slow vehicle und sollst dich da gefälligst hineinverpissen.

Komplizierter wird es in den Ortschaften. Da darf man 50 oder 80, nach welcher Logik ist mir noch nicht aufgegangen. Es gilt auch nur für Touris, Neuseeländer sehen das eher als Empfehlung an. Im Kreisverkehr gelten komplizierte Blinkregelungen und wenn du das verkackst, bringst du den Neuseeländer so richtig auf die Palme. Aber es ist alles machbar und insgesamt eher wenig Betrieb. Morgen gibt’s bestimmt wieder Bilder.

Wilde Westkueste

Hab ich euch schon von dem tollen Regenwald erzählt? Ich denke schon, aber der ist so cool, ich krieg mich gar nicht mehr ein. Auch die Geräuschkulisse ist irre. Eigentlich wie an einer Autobahn, so laut. Das müssen monstermaessige Heuschrecken sein, aber wir haben noch keine gesehen. Wie es sich für einen Regenwald gehört, regnet es natürlich, haha, wer hätte das erwartet.

Rainforest

Wir sind heute an der Westkueste bis Westport gefahren und haben immer wieder angehalten, um zu fotografieren. Wandern geht leider bei dem Sauwetter nicht, aber egal, war trotzdem schön. Am Ende haben wir noch eine Seelöwen Kolonie gesehen, mit ganz vielen tolpatschigen süßen Kleinen.

Pancake Roks

Camping mit Regen ist hier übrigens nicht so schlimm, wie es klingt. Die Neuseeländer sind gut auf ihr eigenes Sauwetter eingestellt. Man hat fast immer eine grosse Küche, mit Kochplatten, Toaster, Wasserkocher, Waschbecken, Grill, manchmal sogar einen Pizzaofen und einen Aufenthaltsraum mit Tischen und Stühlen. Dort verbringen wir fast jeden Abend mit Kartenspielen und quatschen. Man kommt auch schnell mit anderen ins Gespräch und kann die seltsamsten Essgewohnheiten miterleben. Am schlimmsten sind die Chinesen, die essen total undefinierbares Zeug.

Hokitika

In Hokitika ist eigentlich nichts besonderes, aber wir hatten Sonnenschein. Also haben wir uns nicht vom Fleck bewegt und die Sonne genossen, denn wer weiß schon wie es ein paar Kilometer weiter aussieht. Es gibt hier ein bisschen Strand an dem man Jade finden kann. Jetzt hat jeder von uns drei grüne Steine und wir glauben einfach, dass es Jade ist.

Strand, uebersaeht mit Treibholz

Haast Pass

Die Straße führt uns vom Landesinneren an die Westkueste nach Haast und weiter nach Franz Josef. Die Strecke ist wirklich sehr abwechslungsreich.

Blue Pools
Uns geht’s gut

Und was macht uns Mädels so happy? Von der Brücke im Hintergrund sind 4 seehr sehenswerte Kerle ins 5 Grad kalte Wasser gesprungen. (Shorty war im Auto, weil er es schon kannte. Wir hatten also freie Bahn, haha).

Blick unterwegs

Wenn man den Pass passiert hat verändert sich die Vegetation total. Plötzlich steht man im Regenwald. Riesige Bäume, überall Flechten und Moos, auch auf den Bäumen. Farnbaeume und Yukka zwischendrin. Der Wald ist völlig naturbelassen, mit totem Holz kreuz und quer. Einfach gigantisch, aber kaum zu fotografieren.

Rainforest

Am Ende steht man an der Tasman Sea. Leider ist uns der Wetter Gott weiterhin nicht gnädig, es hat 12 Grad und es regnet.

Küste

Wir haben den coolsten Campingplatz bisher, mitten im Regenwald.

Rainforest Holiday Park in Franz Josef

Midlife Crisis

Ich glaube, ich hab eine Midlife Crisis. Das ist doch, wenn man sich unbedingt beweisen muss, daß die Dinge, die in der Jugend cool waren, immer noch cool sind. Oder es ist sowas ähnliches, auf jeden Fall ist es ganz schlimm. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich mich hab überzeugen lassen, dass wir zum Sonnenaufgang auf einen 1500 m hohen Berg steigen, den Roy’s Peak in Wanaka. Wir sind tatsächlich um drei Uhr Nachts aufgebrochen und waren um sechs oben. Die Sonne ging langsam auf. Die Fernsicht war mega (auch so ein Midlife Crisis Wort).

Den Rest des Tages waren wir dann zu nichts mehr zu gebrauchen.

Da muss man nix dazu schreiben!
Ich bin auch viel zu müde.